Der Verein

Foto: Seitz

Der Kulturverein Gossfelden e.V. wurde am 19. April 1994 als „Förderverein Gemeinschafts- und Kulturzentrum Rossweg e.V.“ gegründet und fördert sowohl das Bang-Haus als auch die örtliche Kultur durch die laufende Veranstaltungsreihe „Kultur, Wissen, Gespräche bei Bang“. Die Veranstaltungsreihe beinhaltet Konzerte, Führungen, Vorträge und andere interessante Sonderveranstaltungen, die einmal im Monat mit Ausnahme der Sommerferien und des Dezembers für die Bevölkerung angeboten werden. Der Verein ist in das Vereinsregister Marburg Nr. 1726 eingetragen und vom Finanzamt Marburg als gemeinnützig anerkannt.

Vereinsvorsitzender ist Dr. Gangolf Seitz. Der Verein hat zurzeit knapp 50 Mitglieder. Der Verein freut sich immer über neue Mitglieder. Hier finden Sie eine Beitrittserklärung.

Hier können Sie sich über unsere Vereinssatzung informieren. 

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Veröffentlichungen des Vereins:

 

Zum 250. Geburtstag von Johann Heinrich Christian Bang

 

Im Jahr 2024 konnten wir den 250. Geburtstag von Pfarrer Johann Heinrich Christian Bang feiern, nach dem unser Veranstaltungsort, das Bang-Haus, benannt ist. Am 17. und 18. August 2024 fand hier eine Reihe von Veranstaltungen für Jung und Alt statt, und es wurde auch wieder eine Festschrift herausgegeben. Das Buch umfasst 142 Seiten und enthält Beiträge über den Pfarrer Bang und die von ihm geführte Lateinschule, außerdem Artikel über Gossfelden als Dorf des Deutschen Ordens, über den Dichter Wilhelm Müller, über den Maler Caspar David Friedrich, über die Brüder Ferdinand und Ludwig Justi und über die Gruppe der Willingshäuser Maler im Marburger Land. Das reich bebilderte Buch ist zum Preis von 12,50 € erhältlich bei Karl-Heinz Görmar, Am Sportplatz 10, 35094 Lahntal, E-Mail: GiKaGoermar@t-online.de, oder über jede Buchhandlung, ISBN 978-3-9816795-2-6.

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Johann Heinrich Christian Bang, die Marburger Romantiker und die Märchen der Brüder Grimm

Auch Im Jahr 2014 wird vom Förderverein Gemeinschafts- und Kulturzentrum Rossweg e.V. in Lahntal-Gossfelden (heute: Kulturverein) ein Buch über den Pfarrer Johann Heinrich Christian Bang, der auch den Marburger Romantikern angehörte - nun zu dessen 240. Geburtstag - herausgegeben. In diesem Buch sind überwiegend Vorträge enthalten, die im Johann Heinrich Christian Bang-Haus in Gossfelden im Rahmen der monatlichen Veranstaltungsfolge „KULTUR, WISSEN, GESPRÄCHE bei BANG“ gehalten wurden.

Dazu gehört der Vortrag von Prof. Dr. Wilhelm Solms „Die Wahrheit der Märchen und die moralischen Urteile des Erzählers Wilhelm Grimm“. Dieser Vortrag wurde zu dem 200. Jahrestag der ersten Veröffentlichung der „Kinder- und Hausmärchen“ geschrieben und betrachtet die Märchen einmal von einer anderen Seite als der Erzähler und kommt dabei zu ganz außergewöhnlichen Ergebnissen.

Dr. Arnd Friedrich, ehemals Pfarrer in Haina, geht in seinem Artikel „Tradition und Fortschritt“ Pfarrer Johann Heinrich Christian Bangs Jahre in Haina von 1839 bis 1851 darauf ein, dass Bang nach seinem Fortgang von Gossfelden in 1839 bis zu seinem Tod in 1851 in Haina wirkte und sich besondere Verdienste um den Erhalt der dortigen Kirche gemacht hat.

In dem Aufsatz „Ein Zirkel liebender Freunde – Romantik in Gossfelden und Marburg“ schreibt Dr. Rotraut Fischer über die Romantiker in Marburg und ihre Zeit. Dabei geht sie auch auf das „Erdbeermädchen“ ein, ein junges, sehr schönes Mädchen aus Dexbach, dessen Name (noch) nicht bekannt ist und das Bettina Brentano auf Bitte von Pfr. Bang in Gossfelden Volkslieder vorgesungen hat, die dann in „Des Knaben Wunderhorn“ – einer Volksliedersammlung, die von Clemens Brentano und Achim von Arnim herausgegeben wurde, mit aufgenommen wurden. Über die verschiedenen Aufenthalte Bettina Brentanos in Marburg hat Herbert Kadel geforscht und darüber geschrieben.

Die Privatschule des Pfarrers Joh. Heinr. Chr. Bang im Pfarrhaus Gossfelden ist das Thema von Dr. Peter Blackert, einem früheren Pfarrer in Gossfelden. Er geht in diesem Artikel u. a. auf die Anzahl der Schüler und die Bibliothek der Schule ein, die – wie sie ein Schüler nennt – „das letzte rein humanistische Institut auf deutscher Erde“ gewesen sein soll. Karl Heinz Görmar erinnert in seinem kurzen Artikel an Ludwig Emil Grimm und Gossfelden insbesondere an die Zeichnung, die der Malerbruder Grimm von dem Pfarrer Bang in 1829 gefertigt hat. Ein Rückblick zu 40 Jahre Deutsche Märchenstraße, ein Lebenslauf und das Märchen „Der Mond und seine Mutter“ von Jacob Grimm, dieses wurde nicht in die Sammlung der Kinder- und Hausmärchen übernommen, und Erinnerungen von einem Schüler Bangs, nämlich Carl Hille (1811 - 1894), der sich in dem Artikel „Die Linde“ seiner Schulzeit in Gossfelden erinnert hat, runden inhaltlich das Buch ab.

Auch die Vorträge, die während der Bang-Tage im August 2014 gehalten wurden, sind bereits in dem Buch mit abgedruckt. So können wir in dem Artikel von Maria Sporrer „Geschwisterbegabungen in der Romantik“ nachlesen, dass gerade in der Zeit der Romantik viele Geschwister künstlerisch, musisch oder auch schriftstellerisch begabt waren. Dieses Phänomen ist wohl erstmalig von der Vortragenden erkannt und erforscht worden. Mit dem Vortrag von Professor Dr. Siegfried Becker Marburg und Gossfelden, Pfarrer Bang und die Märchen der Brüder Grimm endeten die Bang-Tage am 16. August und beginnt das Buch. Der Vortragende geht auf die verschiedenen Quellen der Märchen ein, auf den Aufenthalt Ludwig Emil Grimms in Marburg und Gossfelden und auch auf die Illustrationen der Grimmschen Märchen durch Otto Ubbelohde, die in dessen Atelier in Gossfelden entstanden sind.

So hat das Buch auf 172 Seiten eigentlich noch mehr zu bieten, als der doch schon lange Titel „Johann Heinrich Christian Bang, die Marburger Romantiker und die Märchen der Grimm“ aussagt. Das Buch kostet 10 Euro und ist zu beziehen bei Karl Heinz Görmar, Am Sportplatz 10, 35094 Lahntal, E-Mail: GiKaGoermar@t-online.de, oder über jede Buchhandlung, ISBN 978-3-9816795-0-2.

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Johann Heinrich Christian Bang im Kreis der Marburger Romantiker

Anlässlich des 230. Geburtstages von Johann Heinrich Christian Bang im Jahr 2004 gab unser Verein ein Buch mit Artikeln über die beiden Pfarrer Bang (Vater und Sohn) heraus, die zum Teil zuvor im Gemeindebrief „Die Brücke“ erschienen waren und nun in gesammelter Form vorliegen. Neben einer Chronik der Familie Bang aus Allendorf /Lumda beschreiben die Artikel die engen Beziehungen der Pfarrer Bang zum Kreis der Marburger Romantiker. J.H.C. Bang war befreundet mit dem Juraprofessor Friedrich Carl von Savigny, der seinerseits seine Schüler Wilhelm und Jacob Grimm mit nach Gossfelden brachte. Die Dichter Achim von Arnim und die Geschwister Bettina und Clemens Brentano, die später die Gedichtsammlung „Des Knaben Wunderhorn“ herausgaben, kamen ebenso als Besucher nach Gossfelden. Dr. Günther Hampel schildert ausführlich die Treffen dieses literarisch interessierten und romantisch bewegten Kreises. Der Festvortrag anlässlich der Verleihung des Otto-Ubbelohde-Preises 2002 „Marburger Romantikerinnen und Romantiker“ von Prof. Dr. Marita Metz-Becker ist ebenso enthalten wie Anekdoten aus dem Leben der Pfarrer Bang und die Erzählung „Die Märchenlinde“ von Pfarrer Theodor Siebert.

Das Buch kostet 7,50 Euro und ist zu beziehen über jede Buchhandlung (ISBN 978-3-9816795-1-9) oder bei Karl Heinz Görmar, Am Sportplatz 10, 35094 Lahntal, E-Mail: GiKaGoermar@t-online.de


 

zuletzt aktualisiert: 25 Feb. 2025