Aktuelles

 

Im Juli keine Veranstaltung (Sommerferien)

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Freitag, 14. August 2026, 19:30 Uhr

500 Jahre Reformation in Hessen

Vortrag von Prof. Dr. Wolf-Friedrich Schäufele

 

Im Jahr 1517 schlug Martin Luther seine 95 Thesen an die Schlosskirche zu Wittenberg an, was zur Entstehung der evangelisch-lutherischen Konfession führte.  Zentraler Gedanke war, dass die Vergebung der Sünden nicht gekauft werden kann, sondern allein durch den Glauben erfolgt. Der junge hessische Großfürst Philipp war von Luthers Gedanken angetan und berief im Jahr 1526 eine Synode nach Homberg/Efze ein, wo Vertreter der Stände, Geistliche und Bürger über Luthers Ideen diskutierten. Im Ergebnis wurde die evangelische Konfession in Hessen eingeführt. Katholische Klöster wurden aufgelöst und in Krankenhäuser umgewandelt, wo besonders auch psychiatrisch Erkrankte behandelt wurden. Bis heute existieren diese Krankenhäuser in Kloster Haina und Merxhausen. Das Dominikanerkloster in Marburg wurde 1527 zur Keimzelle der Marburger Universität. Professor Schäufele ist Professor für Kirchengeschichte in Marburg und wird uns berichten, wie die evangelische Konfession in Hessen eingeführt wurde.

Bild: Marktplatz und Stadtkirche von Homberg 1831, Bild von August Wiechard

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Freitag, 25. September 2026, 19:30 Uhr
Heinrich-Bang-Haus, Rossweg 14,  Gossfelden

Paul Gerhardt zum 350. Todestag

Vortrag von Sandra Niemann
Wer kennt es nicht? „Geh aus, mein Herz“ von Paul Gerhardt(1607-1676) gehört wohl zu den zu den bekanntesten und beliebtesten geistlichen Volksliedern. Anlässlich seines 350sten Todestages begeben wir uns auf eine Zeitreise in Gerhardts bewegte Biografie und schauen dabei auch auf seine bekannten und weniger bekannten Werke als Dichter. Faszinierend, wie eine Person dieser Zeit, in der der 30jährige Krieg und die Pest tobten, so tröstliche Texte hervorbringen konnte, die bis heute Bestand haben. Sandra Niemann ist Pfarrerin in Gossfelden und hat viel über den Theologen und Kirchenlieddichter Paul Gerhardt gearbeitet.

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Freitag, 23. Oktober 2026, 19:30 Uhr
Heinrich-Bang-Haus, Rossweg 14, Lahntal-Gossfelden

Der Strumpfweg und seine Geschichte

Film von Karl Krantz

Das ungünstige Klima, die kargen Böden und die kleinteilige Landwirtschaft machten

 das Überleben im Hinterland früher sehr schwer. Im 19. Jhd. kamen noch zwei große Hungersnöte dazu was zu Folge hatte, dass Tausende ihre Heimat verließen und nach Amerika auswanderten. Andere führten ein entbehrungsreiches Leben als Wanderarbeiter, und die Daheimgebliebenen verschafften sich einen Nebenverdienst durch das Stricken.

Tausende Socken und Strümpfe wurden von Alt und Jung, von Kindern und Greisen gestrickt und nach Biedenkopf gebracht, wo sie von Händlern, den Strompmännern, aufgekauft und zu den großen Wollmärkten z.B. nach Worms, Speyer, Mainz und anderen Orten transportiert wurden. Ein kurzer Strumpfweg führte von Biedenkopf nach Marburg.

Teilweise verlief er parallel zum Elisabethenpfad (Marburg- Kloster Altenberg) bzw. dem Totenweg von Ockershausen nach Oberweimar. Diese historisch bedeutenden Wege werden ebenfalls im Film vorgestellt. Aufnahmen verschiedener Orte, vom Hinterland bis zum Marktplatz in Marburg, sowie die Entwicklung vom Handstricken bis zur ersten Strickmaschine, und Interviews mit Personen die sich noch an diese Zeit erinnern können, runden das Thema ab.

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November 2026 (genaues Datum wird noch mitgeteilt)

Das Waldtal - ein Marburger Stadtteil

Vortrag von Ulrich Severin
Anfang der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts wurde mit der Besiedlung des damals so genannten Knutzbachackers begonnen. Es entstanden zunächst Notwohnungen für städtische Arbeiter, während des Krieges kamen Baracken hinzu, die anfangs für Zwangsarbeiter, später für Flüchtlinge genutzt wurden. Nach dem Krieg entstanden weitere Wohngebäude und zuletzt (2025) das großzügige Nachbarschaftszentrum. Ulrich Severin ist Vorsitzender der Waldtalgemeinde e.V., eines von vielen Vereinen, die den sozialen Zusammenhalt im Waldtal bestimmen und fördern. Er wird uns von der Geschichte und der aktuellen Situation in diesem Marburger Stadtteil berichten.

Foto: AKSB Marburg

 

 

 

 

zuletzt aktualisiert: 20 Juni 2026