Aktuelles

 
Freitag, 22. Mai 2026, 19:30 Uhr

Musikalische Soirée

Ein Abend mit dem Tenor Jean-Christophe Born und Gangolf Seitz am Klavier
Heinrich-Bang-Haus, Rossweg 14,  Gossfelden
Der französische Tenor Jean Christophe Born besucht gelegentlich Gossfelden. Eigentlich singt er in Opernhäusern in Marseille, Paris, Reims und Straßburg, gelegentlich auch in New York, China oder Korea. Aber in Gossfelden befindet sich das Ubbelohde-Haus, und seine Ehefrau stammt aus der Ubbelohde-Familie. So kommt es, dass wir den international bekannten Sänger im Bang-Haus begrüßen dürfen. Er wird uns zu einer musikalischen Reise von New York nach Paris einladen, mit Abstechern nach London, Sizilien und Marokko. Ein besonderer Abend erwartet uns.

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Freitag, 19. Juni 2026, 19:30 Uhr

Die Pest – eine Symphonie des Grauens

Vortrag von Thomas Hetche
Im Mittelalter entvölkerte die Pest, der „Schwarze Tod“, weite Landstriche Europas, darunter auch unsere Gegend: Mitte des 14. Jahrhunderts starb nach Schätzungen ein Drittel aller Menschen in Europa an dieser verheerenden Krankheit. Die Katastrophe wirkte sich auf Geschichte, Kultur und Religion jenes Zeitalters und folgender Jahrhunderte dramatischer aus als mancher Krieg.

Für heutige Menschen klingen zeitgenössische Berichte zu den Auswirkungen der Pest dagegen wie Schauermärchen aus einer längst vergangenen Zeit. Doch weit gefehlt: Die Pest ist eine hochinfektiöse bakterielle Erkrankung, die auch heute noch vorkommt.

In seinem Vortrag wird der Mediziner Thomas Hetche (Lohra) daher nicht nur den klassischen Verlauf der Pest des 14. Jahrhunderts - die Symphonie des Grauens - in Europa und in unserer Gegend thematisieren, sondern auch auf die moderne Pest eingehen.

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Im Juli keine Veranstaltung (Sommerferien)

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Freitag, 18. September 2026, 19:30 Uhr

500 Jahre Reformation in Hessen

Vortrag von Prof. Dr. Wolf-Friedrich Schäufele

 

Im Jahr 1517 schlug Martin Luther seine 95 Thesen an die Schlosskirche zu Wittenberg an, was zur Entstehung der evangelisch-lutherischen Konfession führte.  Zentraler Gedanke war, dass die Vergebung der Sünden nicht gekauft werden kann, sondern allein durch den Glauben erfolgt. Der junge hessische Großfürst Philipp war von Luthers Gedanken angetan und berief im Jahr 1526 eine Synode nach Homberg/Efze ein, wo Vertreter der Stände, Geistliche und Bürger über Luthers Ideen diskutierten. Im Ergebnis wurde die evangelische Konfession in Hessen eingeführt. Katholische Klöster wurden aufgelöst und in Krankenhäuser umgewandelt, wo besonders auch psychiatrisch Erkrankte behandelt wurden. Bis heute existieren diese Krankenhäuser in Kloster Haina und Merxhausen. Das Dominikanerkloster in Marburg wurde 1527 zur Keimzelle der Marburger Universität. Professor Schäufele ist Professor für Kirchengeschichte in Marburg und wird uns berichten, wie die evangelische Konfession in Hessen eingeführt wurde.

Bild: Marktplatz und Stadtkirche von Homberg 1831, Bild von August Wiechard

 

 

 

 

zuletzt aktualisiert: 18 Apr. 2026