Kulturverein Goßfelden e.V.

KULTUR, WISSEN, GESPRÄCHE bei BANG

 

 

Johann Heinrich Christian Bang-Haus

Rossweg (neben der Kirche), Lahntal-Gossfelden

 

 

Veranstaltungen 2013

Das Jahr begann für den Verein am 17. Januar mit der Jahreshauptversammlung, bei der der gesamte Vorstand im Amt bestätigt wurde. Vorsitzender ist Karl Heinz Görmar, Stellvertreter sind Manfred Apell und Sylvia Becker, Schriftführer ist Wilfried Lies, Kassenwart Klaus Luczak, Besitzer/in Dagmar Becker und Dr. Gangolf Seitz. Barbara Seitz ist Pressewartin und Kassenprüferin, Kassenprüfer ist auch Helmut Witzel.


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Die Veranstaltungsfolge begann am 26. Januar mit einer Aufführung für Kinder. Die Marburger „Blaue Bühne“ führte das Kasperl-Stück „Die Zauberkiste“auf, das sehr spannend war, wollten doch viele die Zauberkiste haben, auf die Kasper aufpassen musste. Im Anschluss gab es Zauberkisten zum Essen.

 


 Die Marburger Germanistik-Professorin Dr. Jutta Osinski sprach am 15. Februar über Joseph Freiherr von Eichendorff, zu dessen 225. Geburtstag im März. Dabei ging sie auf die Lebensstationen des Romantikers und insbesondere auf dessen Gedichte ein.

 


 Da das Medizinhistorische Museum der Philipps-Universität Marburg 200 Jahre alt geworden ist, haben wir dies am 2. März besucht und - unter fachkundiger Führung - einen Teil der 3.000 anatomischen Präparate aus der Zeit von 1596 bis 1920 angesehen.


ubbelohde Aschenputtel klein

Wenn es um die Verortung der Märchenzeichnungen Otto Ubbelohdes geht, dann denkt man an Dieter Woischke. Er war am 15. März bei uns, um uns in seiner unnachahmlichen Art die Märchenmotive in Hessen vorzustellen.

Bild: Ubbelohdes Zeichnung zu Aschenputtel. Es ist dem Friedhof und der Kirche auf dem Christenberg nachempfunden.

 


 

In einem kurzweiligen Filmvortrag hat Karl Busch am 12. April das neu entstandene Biotop im Kiesabbaugebiet der Firma Oppermann zwischen Goßfelden und Sterzhausen vorgestellt und einige der Tiere und Pflanzen gezeigt, die sich bis jetzt in diesem Biotop angesiedelt haben.

 


Reinhold Schmidt ist Heimatgeschichtler. Als solcher kennt er sich mit den Burgen im oberen Lahntal aus. Er war zweimal bei uns, zunächst am 10. Mai, wo er auf die beiden Hohenfelsburgen, die Ruine Hollende und die Burg bei Buchenau einging. Dabei stellte er auch die Geschlechter derer von Hohenfels und der Gisonen vor.


k Kirgizstan klein

Von einer 4-wöchigen Reise durch Kirgisistan und Tadschikistan hat Karl Heinz Görmar in einem Bildervortrag am 24. Mai im Gemeinderaum der Sarnauer Kirche berichtet. Dabei hat er beide Länder - Binnenländer in Zentralasien - vorgestellt und von seinen Unternehmungen und Erlebnissen erzählt.

Bild: Kirgisische Bauern vor ihrer Jurte im Gebirge

Foto: Görmar

 


Die Schauspielerin und Sängerin Emilia Blumenberg war wieder bei uns. Am 14. Juni hat sie uns ihre französischen Lieblingschansons vorgetragen. Dazu gehörten „Ta Katie t’a quitté“ (Boby Lapointe), „Mon Dieu“ (Édith Piaf), „Trois petites notes“, (Juliette Gréco) und „Oh, oh, chérie“ (Françoise Hardy). Am Flügel begleitete sie Andreas Larbig. Es war Musikgenuss pur.


Dorle Wilke ist die Tochter des jüdischen Kunstsammlers Reinhold Meyer, über dessen Familie Christiane Kohl das Buch „Bilder eines Vaters – Die Kunst, die Nazis und das Geheimnis einer Familie“ geschrieben hat. Dorle Wilke war bei uns am 16. August und hat Passagen aus dem Buch vortragen und um weitere persönliche Erinnerungen ergänzt. Es war eine sehr nahe gehende Veranstaltung.


Bei seinem weiteren Vortrag am 13. September ist Reinhold Schmidt auf den Burgstall bei Brungershausen, die Burg bei Caldern, die Burg Goßfelden und die Burg Weißenstein eingegangen.


 Am 27. September hat Karl Busch einen Vortrag im Gemeinderaum der Sarnauer Kirche gehalten. Und zwar einen Bilderfilm über die Blumeninsel Madeira. Dabei hat er eine Vielzahl von Blumen, aber auch die grandiose Landschaft der Insel vorgestellt.


Am 11. Oktober hielt Wilfried Lies einen Bildvortrag über „Fischland, Darß, Zingst“. Er zeigte uns Bilder einer landschaftlich wunderschönen Halbinsel an der Ostseeküste, wo er schon seit Jahren mit seiner Frau Urlaub macht.


Die zweite Kinderveranstaltung dieses Jahres fand am 2. November statt. Das Figurentheater „Wassily und Company“ spielte mit Stabfiguren „für Kinder und große Leute“ das chinesische Märchen “Die Drachenprinzessin“.


k Gedenktafel kleinAm 8. November fand die Gedenkveranstaltung mit Enthüllung einer Gedenktafel an die früher in Goßfelden lebenden jüdischen Familien statt. Es war ein gemeinsames Projekt des Bürgerforums Lahntal, des Ortsbeirats Goßfelden, des Kirchenvorstands Goßfelden und Sarnau sowie unseres Fördervereins, das aus Spendengeldern finanziert werden soll. Es ist ein wichtiges Projekt für unsere Gemeinde. Amnon Orbach, der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Marburg, der bei der Enthüllung der Gedenktafel das Kaddisch betete, sagte, dass nun nach Marburg, Roth und Wetter auch Goßfelden einen Ort des Gedenkens hat. Bei der Gedenkveranstaltung haben Konfirmandinnen und Konfirmanden mitgewirkt, indem sie - auf dem Weg von der Kirche zur Alten Schule - bei den Orten, wo jüdische Mitbürger gewohnt haben, soviel Kerzen hingestellt haben, wie Personen dort wohnten. Außerdem haben sie die Namen der letzten jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger Goßfeldens bei der Enthüllung der Gedenktafel vorgelesen.

Foto (Seitz): die bronzene Gedenktafel (rechts) an der Alten Schule in Gossfelden.


Der Spieleerfinder Bruce Allen war dabei, als am 15. November der diesjährige Spieleabend stattfand. So hatten wir auch im Jahr 2013 wieder eine abwechslungsreiche Veranstaltungsfolge angeboten.