Kulturverein Goßfelden e.V.

KULTUR, WISSEN, GESPRÄCHE bei BANG

 

 

Johann Heinrich Christian Bang-Haus

Rossweg (neben der Kirche), Lahntal-Gossfelden

 

 

Veranstaltungen 2011

 

14. Januar 2011: Winterlicher Spieleabend für groß und klein.Spieleabend Kattlar

Wir lernten bei diesem – schon traditionellen – Spieleabend aktuelle Spiele kennen, die die Deutschen Spielebrücke in Marburg zur Verfügung stellte.

Foto:Görmar

 


18. Februar 2011: Eine Reise nach Sichuan. Ein Bild- und Filmvortrag von und mit B.J. Antony.

B.J. Antony ist ein in Lohra lebender Künstler, der in Verbindung mit chinesischen Künstlern steht und seit einigen Jahren immer wieder in China eingeladen ist. Die Reise in Sichuan führte zu den Weltkulturerben in den Nationalparks Jiuzhaigou und Huanglong. Antony vermittelte reiche Eindrücke von dieser Provinz im Südwesten Chinas.


09. März 2011: Musik zur Sammeltasse. Karl Heinz Görmar öffnete seinen Plattenschrank und spielte Schlager der 40er und 50er Jahre. Dazu gab es Kuchen und Kaffee aus der mitgebrachten Sammeltasse, Erzählungen und Erinnerungen.


18. März 2011: Pfarrer Johann Heinrich Christian Bang. Vortrag von Dr. Rotraut Fischer. Die Vortragende gehört dem Wissenschaftlichen Rat des Vorstands der Brüder-Grimm-Gesellschaft in Kassel an. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Aufarbeitung des bei der Brüder-Grimm-Gesellschaft befindlichen Schriftverkehrs zwischen Pfarrer J.H.C. Bang und den Brüdern Jacob und Wilhelm Grimm. Wir erlebten einen hochinteressanten Abend mit Informationen über den Gossfelder Pfarrer Bang. 


Eritrea08. April 2011: Eritrea - isoliert am Rande Afrikas. Bildvortrag von Dr. Gangolf Seitz. Als Mitglied der Marburger Entwicklungshilfe-Organisation Terra Tech e.V. ist Seitz mehrfach in das afrikansichen Land Eritrea gereist. Er berichtete von dem jüngsten Land auf der afrikanischen Landkarte, seinen landschaftlichen und architektonischen Schönheiten, aber auch seiner Armut und seinen politischen Schwierigkeiten.

 Foto: Seitz


 

13. Mai 2011: Luise Hensel - ein Portrait. Vortrag von Dr. Reinhard Görisch. Luise Hensel ist bekannt geworden als Dichterin des Abendgebetes "Müde bin ich, geh zur Ruh". Sie lebte 1798-1876. Ihr Leben war bestimmt von leidenschaftlicher Religiosität. Einen Heiratsantrag von Clemens Brentano wies sie ab. Görisch erzählte von einer für ihre Zeit ungewöhnlich unabhängigen und selbstbewussten Frau.

 


10. Juni 2011: Rolande in Deutschland. Vortrag in Wort und Bild von Werner Huber.Roland Korbach

Sie waren Symbole für die Freiheit der Städte, die Macht des aufstrebenden Bürgertums, standen für Gerichtsbarkeit, Marktrechte, die Verteidigung Wohlstand versprechender wirtschaftlicher Privilegien: die Rolande. Viele Dutzend gab es früher in deutschen Landen, zumeist trutzige Standbilder, herrschaftlich, wehrhaft, oft bestückt mit Schwert und Schild. Knapp dreißig haben die Wirren der häufig kriegerischen Zeiten überdauert, stehen noch heute im Zentrum der Orte, für die sie zumeist längst zu Wahrzeichen geworden sind. Einige davon stehen in Hessen; und zwar in Korbach, Fritzlar und Treysa. Der Vortrag beschrieb die Erhaltenen vom Bekanntesten und Ältesten (1366), dem Roland in Bremen, bis zu den Jüngsten, vom Größten bis zum Kleinsten, erzählte von ihrer Bedeutung, ihrer Entstehung und ihrem Schicksal, das nicht selten dem der Bevölkerung und ihrer Städte glich. Eroberung und Zerstörung richteten sich häufig gerade auf die stolzen Symbole der Gemeinwesen.

In dem kleinen sächsischen Elbestädtchen Belgern ist man der geschichtlichen Bedeutung der Rolande auf der Spur. Dort entstand ein „Rolandpark” mit derzeit 14 im verkleinerten Maßstab aufgestellten Standbildern.

Bild: der Roland am Rathaus von Korbach (Nachbildung, Original im Foyer des Rathauses). Foto: Seitz


19. August 2011: Das Loiretal - Schlösser, Gärten, Geschichten. Videovortrag von Sylvia Becker.

Die Vortragende hat die kulturellen Schönheiten entlang des Loire-Radwegs von Orléans bis Saumur per Fahrrad erkundet.

Auf einer Strecke von rund 260 Kilometern bietet das UNESCO-Weltkulturerbe unzählige Schlösser, Gärten & Geschichte(n), die nur darauf warten, entdeckt und erradelt zu werden. Das Loiretal gilt seit Jahrhunderten als der Garten Frankreichs. Kein Wunder, dass sich im Laufe der Zeit viele Herrscher und ein Universalgenie dort niederließen und mit ihren Geschichten am Wegesrand die Geschichte dieses kulturhistorisch bedeutenden Landstrichs prägten. Wie an einer Perlenschnur reiht sich ein Renaissance-Schloss mit prächtigen Gartenanlagen an das andere. Genau so häufig sind alte und mächtige Sakralbauten als auch Burgen mit den Spuren ihrer Erbauer und Besitzer zu finden. Die Zuhörer konnten auf einer wunderbaren Radtour die Schönheiten an einem der letzten naturbelassenen Ströme Europas genießen. 


Gnse16. September 2011: Gänse in Gossfelden.

Zu einem beliebten Motiv Otto Ubbelohdes und anderer hessischer Maler.

Vortrag von Prof. Dr. Siegfried Becker.

Das Thema ermöglicht Perspektiven auf die Alltags- und Sozialgeschichte der oberhessischen Dörfer ebenso wie auf die Mentalitäts- und Sittengeschichte der wilhelminischen Gesellschaft – ungewöhnliche Blicke auf einen gewöhnlichen Vogel, der einmal in großer Zahl die Dorfstraßen und Lahnauen bevölkerte und nicht nur für geruhsamen Schlaf der Wohlhabenden, sondern auch für standesgemäße Repräsentation und Erziehung zur Sparsamkeit sorgte. Prof. Dr. Becker lehrt am Institut für europäische Ethnologie der Marburger Universität und beschwerte uns mit seinem reichen Wissen einen unterhaltsamen und informativen Abend. Die Gossfelder Märchenautorin Antje Michael trug als Einstimmung ihr Märchen "Die schlauen Gänse von Lahntal" vor.

 Foto: Seitz


21. Oktober 2011: Perfektion als Maßstab?! Vortrag von Dr. Bernhard Conrads. Ausgehend von aktuellen Entwicklungen im Bereich der Bio-Medizin in der Spannbreite zwischen vorgeburtlichem Leben und Lebensende referierte Conrads über ethische und moralische Fragestellungen: ob bzw. wie weit der Mensch in die Schöpfung eingreifen darf oder sollte. Ohne fundamentalistisch zu sein ging der Referent auch auf die Forderung des 2002 verstorbenen Biochemikers Erwin Chagraff (er legte den Grundstein für die Aufdeckung der DNA-Struktur und damit der Entschlüsselung des Erbguts) „Hände weg vom Kern“ ein, der damit den Zellkern genauso meint wie den Atomkern…


Sammeltasse 201126. Oktober 2011:

Musik zur Sammeltasse (Gemeindehaus Sarnau):

wieder einmal brachte Karl Heinz Görmar seine reiche Plattensammlung mit und erfreute die Kaffeegäste mit Schlagern aus den 40er und 50er Jahren.

Foto: Görmar

 


04. November 2011: Usbekistan - das neue Reiseland der Deutschen? Bildvortrag von Karl Heinz Görmar. Der Weltreisende Görmar verbrachte dieses Jahr mehrere Wochen in Zentralasien und zeigte faszinierende Bilder über historische und früher wohlhabende Städte entlang der Seidenstraße und vom sterbenden Aralsee. Zwar gibt es immer mehr Pauschalreiseangebote nach Usbekistan und den Nachbarländern, trotzdem sind den meisten von uns diese Nachfolgestaaten der UdSSR exotisch und fremd. Görmars Vortrag trug dazu bei, den Horizont des Publikums zu erweitern.


18. November 2011: Michael 2011

Märchen aus eigener Feder.

Antje Michael trug eigene Märchen vor, am Klavier begleitet von Heinrich Groß. Antje Michael und Heinrich Groß sind tätig im Bereich der bildenden Kunst (Plastiken, Malerei, Holzschnitt). Darüber hinaus verfasst Antje Michael seit über 25 Jahren Märchen. Ihre Lesungen werden gerne am Flügel von Heinrich Groß begleitet, der auch ausgebildeter Pianist ist. Schon mehrfach haben die beiden dem Publikum im Banghaus unterhaltende Abende geboten.

Heinrich Groß und Antje Michael. Foto: Görmar