Kulturverein Goßfelden e.V.

KULTUR, WISSEN, GESPRÄCHE bei BANG

 

 

Johann Heinrich Christian Bang-Haus

Rossweg (neben der Kirche), Lahntal-Gossfelden

 


Veranstaltungen 2005

 

Grimm114.01.2005

Die romantischen Kunstmärchen und die Märchen der Brüder Grimm

Vortrag von Prof. Dr. Wilhelm Solms

Dr. Wilhelm Solms lehrte und forschte bis zu seiner Emeritierung 2001 als Professor für Kommunikationswissenschaften und Mediendidaktik an der Universität Marburg. Sein Forschungsschwerpunkt war die Literatur des 19. Jahrhunderts, besonders Goethe und die Brüder Grimm, sowie die Ziganismusforschung. Die Liste seiner Publikationen zu diesen Themen ist umfangreich. Wir hatten das große Glück, in Professor Solms einen hoch kompetenten Referenten bei uns zu haben, der viel Interessantes nicht nur über die Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm berichten konnte sondern auch über die Kunstmärchen, die von verschiedenen Autoren in dieser Zeit verfasst wurden.

Bild: die Brüder Jakob und Wilhelm Grimm


18.02.2005

Aus meiner Märchenmappe

Die Gossfelder Märchenautorin Antje Michael las eigene Märchen vor und wurde dabei begleitet von Heinrich Groß am Flügel.


18.03.2005Görisch klein

Matthias Claudius - Ein Portrait des "Wandsbeker Boten"

 

Der Pfarrerssohn Matthias Claudius (1740-1815) wurde im deutschen Sprachraum bekannt, als er in Hamburg die Schriftleitung der Zeitschrift "Der Wandsbecker Bote" übernahm. Es gelang ihm, neben eigenen Beiträgen auch namhafte Autoren für die Zeitschrift zu gewinnen, wodurch der "Wandsbecker Bote" weithin bekannt wurde. Dr. Reinhard Görisch protraitierte den Dichter der Romantik, der vor allem durch sein Lied "Der Mond ist aufgegangen" in Erinnerung bleiben wird. Gemeinsam wurden Lieder von Matthias Claudius gesungen.

Bild: Der Vereinsvorsitzende Karl Heinz Görmar und der Referent Dr. Görisch. Foto: Görmar


05.04.2005

Spaziergang auf dem Otto-Ubbelohde-Rundweg

Geführt und erläutert von Karl Heinz Görmar fand ein Spaziergang über die Stationen des Otto-Ubbelohde-Weges statt. Beginnend am Haus des Künstlers und endend an seinem Grab auf dem Gossfeller Friedhof dokumentierten die einzelnen Bildtafeln mit Bildern von Otto Ubbelohde das Leben im alten Dorf.


Rose15.04.2005

Rosenlegenden - Kulturgeschichte und Symbolik einer Blume

Vortrag von Dr. Siegfried Becker

Schon im Altertum galt die Rose als Blume mit besonderer Symbolik. Im Mittelalter, im Christentum und auch in anderen Religionen ist die Rose mit mannigfachen Konnotationen versehen. Der Ethnologe Dr. Siegfried Becker kam nicht nur auf die verschiedenen Rosenarten und ihre biologischen Eigenheiten zu sprechen, sondern schilderte auch mit viel Sachkenntnis die Beutung dieser Blume in den verschiedenen Jahrhunderten und Kulturen. Ein hochinteressanter Abend.

Foto: Damaszener-Rose im Otto-Ubbelohde-Garten in Gossfelden (Seitz)


  13.05.2005Trautwein klein

"Lehrer mit Schule hinten einsteigen"

Wilhelm Trautwein aus Dannenrod ist ein Enkel des Pfarrers Alexander Trautwein, der von 1901 bis 1923 in Goßfelden ordiniert war. Er hat sich immer mit Goßfelden verbunden gefühlt, hat den Kontakt zur Verwandtschaft gepflegt. An diesem Abend hat er aus seinen Erinnerungen an Goßfelden  erzählt. Dabei kamen auch Geschichten aus der Zeit seines Vaters August Trautwein zur Sprache.  Seine Jugenerinnerungen hat Wilhelm Trautwein in dem Buch "Kindheitsgeschichten" zusammen gefasst, das er den Zuhörern vorstellte.

Wilhelm Trautwein (Foto: Görmar)

 


17.06.2005

Volksliedersingen auf dem Kirchplatz

Zusammen mit dem Heimat-, Back- und Trachtenverein fand bei schönstem Sommerwetter ein Volksliedersingen auf dem Kirchplatz statt.

VoLSingen 2005 klein Foto: Görmar


 15.07.2005

 Marc Chagall - Bildbetrachtungen

Marc Chagall (1887-1985) war ein jüdischer Maler russischer Herkunft, der in Petersburg eine Malerausbildung erhielt und dann nach Paris zog. Den ersten Weltkrieg und die anschließende kommunistische Revolution erlebte er in Russland, später lebte er in Frankfreich, bis ihn die Judenverfolgung in Europa zur Emigration nach Amerika zwang. Berühmt sind die Fensterbilder, die er für Gotteshäuser schuf: für die Synagoge der Hadassah-Universität in Jerusalem, für die Kathedralen von Metz und Reims, die Kirche St. Stephan in Mainz. Daneben sind seine Gemälde und Mosaiken weltberühmt. Erich Wiegand schilderte das Leben und die Bilder dieses bedeutenden Künstlers.


03.09.2005Wichtel 2005

 "Wichtellabyrinth"

Die Kinderbuchautorin Anja Klaus las aus ihrem Buch "Wichtellabyrinth". Gebannt lauschten die Kinder der Erzählung von den Zwillingen Darius und Marie. Und das Besondere: die Lesung fand genau dort statt, wo die Geschichte spielt: Am Randes des Maislabyrinths von Sterzhausen.

Foto: Görmar


Marburg 185016.09.2005

 Die Romantikerinnen und Romantiker in Marburg

Vortrag von Prof. Dr. Marita Metz-Becker

Anfang des 19. Jahrhunderts sammelte sich in Marburg ein Kreis gebildeter junger Menschen, die den romantischen Iedealen jener Zeit anhingen. Der Gossfelder Pfarrer Bang gehörte zu diesem Kreis, ebenso die Gebrüder Grimm, Achim von Arnim, Bettina und Clemens Brentano, Friedrich Carl von Savigny und andere.  Die Marburger Professorin Dr. Marita Metz-Becker arbeitet am Institut für Europäische Ethnologie und Kulturwissenschaft und ist sicherlich eine der profundesten Kennerinnen der romantischen Szene in Marburg. Ihre Detailkenntnis und lebhafte Vortragsweise bescherten uns einen unvergesslichen Abend.

Bild: Marburg um 1850, Stich von Joh. Poppel


14.10.2005Friebertshäuser

"Kathrine. Die Geschichte einer Landfrau aus unserer Heimat."

Lesung von Hans Friebertshäuser

Professor Dr. Hans Friebertshäuser arbeitete am Forschungsinstitut für deutsche Sprache der Marburger Universität. Seine besondere Liebe galt der Entwicklung und Abgrenzung der lokalen hessischen Dialekte, worüber er auch seine Doktorarbeit schrieb. Er sprach das Hinterländer Platt selbst fließend. In seinem Roman "Kathrine" (2001) schildert er das Leben einer Landfrau aus seinem Geburtsort Weidenhausen. Die Lesung aus diesem Buch bereitete den Anwesenden viel Vergnügen, insbesondere denen, die das Platt selbst beherrschten.

Foto: Görmar

 


18.11.2005

 Martin Luther und die deutsche Sprache

Ein Abend mit Ursula und Prof. Dr. Herbert Wolf

Der in Gossfelden lebende emeritierte Professor Dr. Herbert Wolf arbeitete über die deutsche Literatur der frühen Neuzeit mit einem Schwerpunkt über Leben und Schriften Martin Luthers. An diesem Abend führte er uns ein in die Bedeutung Luthers für die Entstehung der modernen deutschen Sprache. An der Orgel wurde er begleitet von seiner Frau Ursula Wolf, die Choralvorspiele zu Luthers Kirchenliedern spielte. Der Abend fand in der Kirche in Sarnau statt.